Besuch des Flugplatzes Aachen-Merzbrück

„Familie mittendrin“ unterwegs

(c) Sabine Raatschen
Mi 28. Aug 2019
Sabine Raatschen

Am Sonntag, den 5. Mai bekam die Gruppe „Familie mittendrin“ eine Führung auf dem Flugplatz Merzbrück. Herbert Schütz, seit Jahrzehnten begeisterter Segelflieger, zeigte uns „seinen Flugplatz“. Auf dem Flugplatz Aachen-Merzbrück sind mehrere Vereine ansässig, die das Fliegen in der Gemeinschaft mit anderen Piloten ermöglichen. Zwei Segelflugvereine bilden zum Segelflugzeugführer aus. Die ehrenamtliche Tätigkeit der Mitglieder ermöglicht, insbesondere jungen Leuten, einen preiswerten Einstieg in das Segelfliegen. Neben der praktischen und theoretischen Flugausbildung werden im Sommer Jugendlager ausgerichtet. Damit wird wertvolle Jugendarbeit geleistet.

2014 wurde der Flugplatz Aachen-Merzbrück hundert Jahre alt. In den 30er Jahren erlebte der Flugplatz einen vorläufigen Höhepunkt, als die Lufthansa eine ständige Fluglinie zwischen Merzbrück und Köln einrichtete. Sogar eine Junkers G 38, das größte Passierflugzeug in dieser Zeit, landete in Merzbrück. Nach Kriegsende kam der Platz unter die Verwaltung der amerikanischen und anschließend der belgischen Streitkräfte. Als auch wieder die zivile Nutzung des Platzes möglich wurde, gründeten sich Vereine und neben dem Motorflugsport entwickelte sich auch der Segelflugsport weiter. Seit 2005 ist er Leistungsstützpunkt für den Segelflug. Durch eine enge Verzahnung mit der RWTH und der FH Aachen wird der Ausbau zum Forschungsflugplatz angestrebt.

Wir konnten erleben, wie ein Segelflieger startklar gemacht wurde, besichtigten Hallen, in denen repariert und restauriert, aber auch neu gebaut wird, warfen einen Blick in den Hangar für die Motorflieger und konnten auch noch den ADAC-Rettungshubschrauber besichtigen.

Die ADAC-Flugrettung hat ihren Stützpunkt in Merzbrück sowie so manche andere Firma, die sich in den sanierten Gebäuden der ehemaligen belgischen Kasernenanlage angesiedelt hat.

Trotz schlechter Wetterlage bekamen wir einen guten Eindruck vom Flugplatz-Betrieb und ließen die vielen Informationen und Eindrücke beim geselligen Ausklang bei Kaffee und Kuchen sacken.

Wir erlebten Herbert Schütz in seinem Element und können gut nachvollziehen, dass neben dem Spaß am Fliegen auch das gemeinschaftliche Miteinander im Verein beim Reparieren, Vorbereiten, Ausbilden, beim Jugendlager und natürlich auch beim Feiern, den Flugplatz zu seinem zweiten Zuhause haben werden lassen. Ein herzliches Dankeschön an Herbert Schütz.