Liturgische Texte zu ausgewählten Sonntagen

Bibel (c) pixabay.com

 

Liebe Gemeindemitglieder, die Pfarre St. Gregor von Burtscheid hat nach dem 1. Lockdown im Zuge der Corona-Pandemie die öffentlichen Gottesdienste wieder aufgenommen. Dennoch möchten wir Sie bitten, vorsichtig auf die Öffnungsmaßnahmen zu reagieren und im Zweifelsfall (vor allem, wenn Sie der Risikogruppe angehören) lieber zu Haus zu bleiben. Auf dieser Homepageseite finden Sie Texte, die eine Anregung geben, wie Sie zu Hause im engsten Kreis den Sonntag feiern können. Die biblischen Lesungen sind durch Texte der Lektoren und Kommunionhelfer unserer Pfarre ergänzt. So können wir auch in verschiedenen Häusern gemeinsam miteinander den Sonntag feiern. Die Texte stehen Ihnen als Download und somit zum Ausdrucken zur Verfügung.

TEXTE FÜR EINE HÄUSLICHE SONNTAGSFEIER

Häusliche Sonntagsfeier am 17. Sonntag im Jahreskreis, 25. Juli 2021

 

 

+ Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes +

 

Einleitung

Eine Erfahrung aus unserer Gegenwart und dem Alltag.

Wir meinen, wir haben nichts mehr im Kühlschrank, keine Vorräte, nichts mehr zum Anbieten für Gäste.

Wenn wir uns das dann genauer anschauen, ist es in Regel immer mehr als gedacht. Und wenn wir es zubereiten, schmeckt es besser als vermutet und reicht auch für andere. 

Eine persönliche Erfahrung der Brotvermehrung. Es wird ja nicht wirklich mehr, aber unsere Haltung zu dem, was da ist, ist eine wandelbare.

Und wenn wir teilen, merken wir, worauf es ankommt, damit wir satt und zufrieden werden.

Gemeinschaft, Dankbarkeit und Wertschätzung, nicht zuletzt die Verantwortung für den Überfluss, die Reste.

Dankbarkeit blickt in die Vergangenheit, Verantwortung für die Reste bringt eine Dimension in die Zukunft.

 

Bei der Brotvermehrung spricht Jesus das Dankgebet, damit holt er die Gegenwart Gottes in unsere Mitte.

 

 

Kyrie

Gott Vater, der du unseren Hunger stillst.

Herr, erbarme dich.

 

Gott Sohn, der du mit uns teilst.

Christus, erbarme dich.

 

Gott Heiliger Geist, der du unsere Mahlgemeinschaft heiligst.

Herr, erbarme dich.

 

Gloria  GL 169

 

Tagesgebet

Gott, du Beschützer aller, die auf dich hoffen,
ohne dich ist nichts gesund und nichts heilig.
Führe uns in deinem Erbarmen den rechten Weg
und hilf uns, die vergänglichen Güter so zu gebrauchen,
dass wir die ewigen nicht verlieren.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

Erste Lesung   (2 Kön 4,42-44)

Lesung aus dem zweiten Buch der Könige

In jenen Tagen kam ein Mann von Báal-Schalíscha und brachte dem Gottesmann Elíscha Brot von Erstlingsfrüchten, zwanzig Gerstenbrote und frische Körner in einem Beutel.
Elíscha sagte: Gib es den Leuten zu essen! Doch sein Diener sagte: Wie soll ich das hundert Männern vorsetzen? Elíscha aber sagte: Gib es den Leuten zu essen! Denn so spricht der Herr:
Man wird essen und noch übrig lassen. Nun setzte er es ihnen vor; und sie aßen und ließen noch übrig, wie der Herr gesagt hatte.

 

Antwortpsalm    (Psalm 145)

Kv Herr, du tust deine Hand auf und sättigst alles, was lebt, mit Wohlgefallen. – Kv

Der Herr ist gnädig und barmherzig, *langmütig und reich an Huld.
Der Herr ist gut zu allen, *sein Erbarmen waltet über all seinen Werken. – (Kv)
Aller Augen warten auf dich *und du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit.
Du tust deine Hand auf *und sättigst alles, was lebt, mit Wohlgefallen. – (Kv)
Gerecht ist der Herr auf all seinen Wegen *und getreu in all seinen Werken.
Nahe ist der Herr allen, die ihn rufen, *allen, die ihn aufrichtig rufen. – Kv

 

Zweite Lesung    (Eph 4,1-6)

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Ephesus

Schwestern und Brüder!
Ich, der Gefangene im Herrn, ermahne euch, ein Leben zu führen, das des Rufes würdig ist, der an euch erging.
Seid demütig, friedfertig und geduldig, ertragt einander in Liebe und bemüht euch, die Einheit des Geistes zu wahren durch das Band des Friedens! Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung in eurer Berufung: ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater aller, der über allem und durch alles und in allem ist.

 

Ruf vor dem Evangelium    (Vgl. Lk 7,16)

Halleluja. Halleluja.

Ein großer Prophet wurde unter uns erweckt:
Gott hat sein Volk heimgesucht.

Halleluja.

 

Evangelium    (Joh 6,1-15)

+Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

In jener Zeit ging Jesus an das andere Ufer des Sees von Galiläa, der auch See von Tibérias heißt. Eine große Menschenmenge folgte ihm, weil sie die Zeichen sahen, die er an den Kranken tat. Jesus stieg auf den Berg und setzte sich dort mit seinen Jüngern nieder. Das Pascha, das Fest der Juden, war nahe.
Als Jesus aufblickte und sah, dass so viele Menschen zu ihm kamen, fragte er Philíppus: Wo sollen wir Brot kaufen, damit diese Leute zu essen haben? Das sagte er aber nur, um ihn auf die Probe zu stellen; denn er selbst wusste, was er tun wollte. Philíppus antwortete ihm: Brot für zweihundert Denáre reicht nicht aus, wenn jeder von ihnen auch nur ein kleines Stück bekommen soll. Einer seiner Jünger, Andreas, der Bruder des Simon Petrus, sagte zu ihm:
Hier ist ein kleiner Junge, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische; doch was ist das für so viele? Jesus sagte: Lasst die Leute sich setzen! Es gab dort nämlich viel Gras. Da setzten sie sich; es waren etwa fünftausend Männer.

Dann nahm Jesus die Brote, sprach das Dankgebet und teilte an die Leute aus, so viel sie wollten; ebenso machte er es mit den Fischen. Als die Menge satt geworden war, sagte er zu seinen Jüngern: Sammelt die übrig gebliebenen Brocken, damit nichts verdirbt! Sie ammelten
und füllten zwölf Körbe mit den Brocken, die von den fünf Gerstenbroten nach dem Essen übrig waren.
Als die Menschen das Zeichen sahen, das er getan hatte, sagten sie: Das ist wirklich der Prophet, der in die Welt kommen soll. Da erkannte Jesus, dass sie kommen würden, um ihn in ihre Gewalt zu bringen und zum König zu machen. Daher zog er sich wieder auf den Berg zurück, er allein.

 

Credo  Gl  3,4

 

Fürbitten

Auf der Welt wächst die Sorge vor großen Hungersnöten, durch Misswirtschaft, durch Corona oder Klimakatastrophen. Hungersnot ist aber eine Herausforderung, die wir meistern könnten.

Wir bitten dich, weite unseren Blick, schenke uns die Erkenntnis und die Haltung, dass wir Lebensmittel so zugänglich machen, dass kein Mensch mehr hungern muss.

Wir bitten dich, erhöre uns.

 

Menschen hungern nach Frieden. Wir müssen lernen, persönliche Interessen zurückzustellen und Konflikte gewaltfrei zu lösen. Das gilt für politische Gemeinschaften ebenso wie für private Beziehungen. 

Wir bitten dich, erhöre uns.

 

Menschen hungern nach Beziehung, nach Begegnung und Gemeinschaft. Insbesondere die soziale Distanz durch die Pandemie hat uns gezeigt, dass wir nicht auf Dauer isoliert leben wollen und können. 

Wir möchten wieder stärker zusammenrücken und mit Freund*innen, Nachbar*innen, Kolleg*innen und Familie unser Leben teilen.

Wir bitten dich, erhöre uns.

 

Vieles, was wir im Leben genießen, haben wir durch glückliche Umstände ermöglicht bekommen oder sogar als Geschenk erhalten. Wir wollen beten und danken.

Wir bitten dich, erhöre uns.

 

Vater unser

 

das steht fest

 

ich habe viel,

jedenfalls mehr 

als für mich not-wendig ist

 

ich möchte satt werden 

und nicht es satt sein

 

ich möchte ein gespür dafür behalten

was nach meinem geschmack ist

was mir das leben in fülle gibt

nicht weniger

aber auch nicht mehr

 

ich will reichlich viel

aber keinen überfluss 

der zu überdruss wird

und der mir auf dem magen liegt

 

ich kann mich auch daran freuen

dass andere das bekommen

was sie ebenfalls zum leben brauchen

auch von mir

 

Gebet

Barmherziger Gott,

gib, dass wir dich nicht nur
als den einen wahren Gott erkennen,
sondern unser ganzes Leben nach dir ausrichten.
Gib, dass wir

die Gewohnheiten des alten Menschen ablegen
und als neue Menschen leben.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

Lied GL 470 Wenn das Brot, das wir teilen …

 

Es segne uns der allmächtige und barmherzige Gott:

+ Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes +Amen.

 

 

Mechthild Hüsch

 

Download der Texte

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