Liturgische Texte zu ausgewählten Sonntagen

Bibel (c) pixabay.com

 

Liebe Gemeindemitglieder, die Pfarre St. Gregor von Burtscheid hat nach dem 1. Lockdown im Zuge der Corona-Pandemie die öffentlichen Gottesdienste wieder aufgenommen. Dennoch möchten wir Sie bitten, vorsichtig auf die Öffnungsmaßnahmen zu reagieren und im Zweifelsfall (vor allem, wenn Sie der Risikogruppe angehören) lieber zu Haus zu bleiben. Auf dieser Homepageseite finden Sie Texte, die eine Anregung geben, wie Sie zu Hause im engsten Kreis den Sonntag feiern können. Die biblischen Lesungen sind durch Texte der Lektoren und Kommunionhelfer unserer Pfarre ergänzt. So können wir auch in verschiedenen Häusern gemeinsam miteinander den Sonntag feiern. Die Texte stehen Ihnen als Download und somit zum Ausdrucken zur Verfügung.

TEXTE FÜR EINE HÄUSLICHE SONNTAGSFEIER

Häusliche Sonntagsfeier am 6. Sonntag der Osterzeit, 9. Mai 2021

 

Am heutigen Sonntag wird die Familienmesse in St. Gregorius als Aussendungsgottesdienst für die diesjährige Trierwallfahrt gefeiert. Wie in allen Gottesdiensten ist die Anzahl der Plätze in der Kirche aufgrund der Coronapandemie begrenzt. Damit darüber hinaus viele Gemeindemitglieder an dieser Feier teilnehmen können, finden Sie hier die vorbereiteten Texte zum Mitfeiern.

 

+ Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes +

 

Lied  Gl 799,1+4 Da wohnt ein Sehnen tief in uns

Es tut gut, die Lieder auch einfach einmal zu lesen.

 

Einleitung

Katechetin: Wo sind denn nur meine Unterlagen?

Wo bin ich nur wieder mit meinen Gedanken?

 

Gedanken von Gottesdienstbesuchern:

  1. Ich kann meine Brille nicht finden …
  2. Ich bin vom Weg abgekommen – bin ich hier richtig?
  3. Wo ist nur die Zeit geblieben – das Jahr hat doch gerade erst begonnen?
  4. An wen kann ich mich wenden – ich brauche dringend Rat?
  5. Was mache ich hier eigentlich?
  6. Wo kann ich mich mal anlehnen, wenn ich Nähe oder Trost brauche?
  7. Mir ist gerade einfach alles zu viel – wo finde ich Ruhe?

 

Katechetin:

Wir alle sind Suchende, ein Leben lang.

Wir suchen Wege, Verlorengegangenes, nach Lösungen,

aber auch nach Liebe, Freunden und Glück.

Wir sind Sinnsuchende, Gottsuchende.

Wer sucht, fühlt eine Sehnsucht, muss sich bewegen, hat ein Ziel.

Wer sucht, braucht Orientierung, Geduld und Hoffnung.

Wer sucht, will finden und ankommen.

 

Kyrie

Herr Jesus Christus,

oft spüren wir eine innere Unruhe und Unzufriedenheit und wissen nicht, wo sie herkommt.  

Herr, erbarme dich.

 

Herr Jesus Christus,

auf der Suche fehlt uns manchmal die Geduld mit uns selbst.

Christus, erbarme dich.

 

Herr Jesus Christus,

immer wieder kommt es vor, dass wir den Blick für das verlieren, was wir eigentlich suchen.

Herr, erbarme dich.

 

Gloria: Gl 710 Gloria, Ehre sei dir Gott (mit Klatschen)

 

Tagesgebet

Allmächtiger Gott,

lass uns tiefe Freude finden,
wenn wir in dieser österlichen Zeit

die Auferstehung unseres Herrn preisen,
damit das Ostergeheimnis,
das wir in diesen fünfzig Tagen feiern,
unser ganzes Leben prägt und verwandelt.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

Lesung   (1 Joh 4,7-10)    

Lesung aus dem ersten Johannesbrief

Geliebte, wir wollen einander lieben; denn die Liebe ist aus Gott und jeder, der liebt, stammt von Gott und erkennt Gott. Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist Liebe.
Darin offenbarte sich die Liebe Gottes unter uns, dass Gott seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben.
Darin besteht die Liebe: Nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt
und seinen Sohn als Sühne für unsere Sünden gesandt hat.

 

Lied  Gl 457,1+3 Suchen und Fragen

 

Ruf vor dem Evangelium    (Joh 15,15b)

Halleluja. Halleluja.

Ich habe euch Freunde genannt;

denn ich habe euch alles mitgeteilt,

was ich gehört habe von meinem Vater.

Halleluja.

 

Evangelium    (Mt 13,44-46)

+Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge:

Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz, der in einem Acker vergraben war. Ein Mann entdeckte ihn, grub ihn aber wieder ein. Und in seiner Freude verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte den Acker.

Auch ist es mit dem Himmelreich wie mit einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte. Als er eine besonders wertvolle Perle fand, verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte sie.

 

Katechese

In der Einleitung haben wir von verschiedenen Dingen gehört, die man suchen kann: Die Unterlagen, die Brille, den Weg, die Zeit, den Sinn, einen Rat, Trost, Ruhe. Was suche ich? Und wie suche ich? Konzentriert, hektisch, geduldig, mit offenem Blick, zielgerichtet …?

 

Das Evangelium erzählt vom Finden. Ein Mann hat einen Schatz gefunden und kauft den ganzen Acker, um den Schatz sicher zu haben. Hat er den Schatz überhaupt gesucht? Oder hat er ihn zufällig gefunden? Auf jeden Fall hat er sofort erkannt: Das ist ein Schatz! Das ist der Schatz meines Lebens! Er wusste genau: Das ist es, was zu meiner inneren Sehnsucht passt! Und dann hat er alles getan, um sich den Schatz zu sichern. Er hat den ganzen Acker gekauft, alles auf eine Karte gesetzt. Er hat alles in Kauf genommen. Er hat alles angenommen, was zum Schatz dazu gehört. Clever ist er dabei vorgegangen, leidenschaftlich und kompromisslos.

 

Kennt Ihr das? Alles auf eine Karte setzen, sich richtig anstrengen, etwas tun, was man vorher noch nie getan hat, sich eine gute Taktik überlegen, nicht nachdenken, dem Herz folgen und einfach das Richtige tun …

 

Was ist Euer Schatz?

Vielleicht ein liebgewonnenes Kuscheltier, ein wichtiges Familienritual, etwas Großes, Tolles, auf das man spart, die mühsam gesammelten Sammelkarten, vielleicht das Lieblingshobby …

Wir sagen zu anderen: Du bist mein Schatz, weil dieser Mensch etwas ganz Besonderes und Wertvolles für uns ist.

Was ist Dein, Ihr, Euer Schatz? Vielleicht helfen da folgende Fragen: Wo geht mein Herz auf? Wo bin ich ganz ich? Wo wachse ich über mich hinaus? Was begeistert mich? Wie kann ich zur Ruhe kommen? Was gibt mir Kraft und Energie? Wofür würde ich alles geben?

 

Auch die heutige Tageslesung erzählt von einem wunderbaren Schatz:

Liebe! Gott ist die Liebe und er befähigt uns zu lieben. Wir finden diesen Schatz in Menschen, die wir lieben und die uns lieben, die uns viel bedeuten, denen wir vertrauen können, denen wir uns ganz öffnen können, von denen wir uns berühren lassen, von denen wir uns inspirieren lassen.

 

Die erste Liebe, die jeder Mensch erfährt, ist die Mutterliebe, die wir am heutigen Muttertag besonders feiern. Was hat unsere eigene Mutter uns mitgegeben? Was daran ist ein Schatz? Stark sein, sensibel sein, für andere da sein, das ganze Tun auf Familie ausrichten …

 

Heute wäre eigentlich nach dem Aussendungsgottesdienst die 6. Trier-Fußwallfahrt von St. Gregor nach St. Mattheis gestartet. In diesem Jahr machen wir uns auf besondere Art auf diesen Weg, anders als gewohnt und dennoch als Gemeinschaft. Das Thema ist in diesem Jahr „Auf der Suche sein“. Und beim Pilgern machen wir immer wieder die Erfahrung, ganz vieles auf dem Weg zu finden. Und so ist das Pilgern oft für die, die es erlebt haben, zu einem richtigen Schatz geworden. Auf dem gemeinsamen Weg erlebt man Gemeinschaft, ob im Pilger-Ei oder bei der Kofferkette, Stärkung innerlich durch inspirierende Gespräche oder äußerlich durch den Proviant aus dem Pilgerbus, die Kraft der Einfachheit beim Übernachten in der Turnhalle. Und wenn man zurückkommt, ist immer noch etwas von diesem Glück spürbar. Etwas, das im Alltag trägt.

                 

Ein Schatz beim Pilgern ist auch das Trier-Pilgerlied. Wenn die Trierpilger es unterwegs oder beim Einzug in St. Mattheis singen, setzt das eine ganz besondere Kraft frei. Es macht auf wunderbare Weise die Verbindung zwischen Gott und Mensch, zwischen Himmel und Erde erfahrbar, durch den Text, durch die Musik, durch die vielen Gefühle, die jeder ganz persönlich damit verbindet.

Let the heaven be reflected by the earth: Lass den Himmel auf der Erde reflektiert werden, damit die Erde sich in den Himmel verwandeln möge.

 

Mit diesem Lied wollen wir nun unseren Glauben bekennen. Das Lied kann Ausdruck vom Suchen sein, vom Finden, von unserer Sehnsucht für unser Leben, auch von unserer Sehnsucht für die Kirche. Es kann erzählen von all dem Wunderbaren, das wir in unserem Leben schon gefunden haben. Von allen Schätzen, die dazu führen, dass sich der Himmel auf der Erde spiegeln kann.

 

Credo: Let the heaven be reflected by the earth 

 

Fürbitten

Immer wieder sind Menschen auf der Suche. Und so bitten wir dich, guter Gott:

         

Für alle, die sich in ihrem Leben auf der Suche befinden –

dass ihre Sinne geschärft werden.

Wir bitten dich, erhöre uns.

         

Für alle, die in ihrem Suchen festgefahren sind –

dass sie auch Unerwartetes annehmen können.

Wir bitten dich, erhöre uns.

         

Für alle die etwas gefunden haben –

dass sie behutsam und liebevoll mit ihrem Fund umgehen.

Wir bitten dich, erhöre uns.

           

Für alle Pilger, die sich in diesem Jahr nach Trier aufmachen –

dass sie den gemeinsamen Pilgergeist spüren und Neues entdecken.

Wir bitten dich, erhöre uns.

           

Für alle, deren Suche zu Ende gegangen ist –

dass sie Ruhe und Frieden finden.

Wir bitten dich, erhöre uns.

 

Um all das und alles, was wir unausgesprochen in unseren Herzen tragen, bitten wir dich durch Christus, unseren Herrn.

 

Vater unser

 

Schlussgedanke

Was du finden willst, suche an seinem Platz;

dich in dir selbst, die Welt in der Welt, Gott in Gott.

Such alles mit dem dazu bestimmten Organ:

die Welt mit dem Lichte des Verstandes,

den Geist mit dem Lichte der Vernunft,

Gott mit dem Lichte des Glaubens.

(Johannes Amos Comenius)

 

 

Gebet und Segen

Allmächtiger Gott,

dein ewiges Wort ist das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet.

Hilf uns zu finden, was wir suchen, und deine Liebe in unserem Leben zu entdecken.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.

 

Es segne uns der allmächtige und barmherzige Gott:

+ Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes +

 

Lied  GL 794,1+2 Wir haben Gottes Spuren festgestellt

 

Ursula Goetzenich und Sabine Salentin

 

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Lesung und Evangelium sind aus dem Schott sowie Tages- und Schlussgebet in leicht abgeänderter Formulierung.

Informationen zur corona-konformen Durchführung der Trierwallfahrt finden Sie hier.

Download der Texte

Trier-Aussendungsgottesdienst 6. So Osterzeit Lesej.B - 9.5.2021

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Texte und Gebete für einen Kreuzweg:
Gebete auf dem Kalvarienberg
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