Das Menschliche in seiner Größe und Begrenztheit steht im Mittelpunkt der ersten Enzyklika von Papst Leo XIV. „Magnifica humanitas“ (Mai 2026).
Das Dokument ist weltweit auf enorme Zustimmung gestoßen. Der Papst wendet die Katholische Soziallehre auf die heutige Zeit an, in der wir Umbrüche in verschiedenen Lebensbereichen erfahren. Dabei spielt Künstliche Intelligenz eine herausragende Rolle.
Die Enzyklika ist unbedingt lesenswert. Ich greife beispielhaft eine Stelle heraus, in der das christliche Menschenbild Visionen von einem perfektionierten Elite-Menschentum gegenübergestellt wird:
„Doch wir müssen daran denken, dass der Mensch nicht trotz seiner Begrenztheit, sondern oft gerade durch seine Begrenztheit zur Entfaltung gelangt ... Gerade durch unsere Begrenztheit gibt es Raum für Mitgefühl, für aufrichtige Sorge um die Bedürfnisse der anderen, für eine Großherzigkeit, die selbst inmitten von Dunkelheit und Versagen überrascht, für geistliche Erfahrungen und für die Anbetung Gottes.“
(Papst Leo XIV, Enzyklika Magnifica humanitas, Kapitel 118 und 119
Zur Enzyklika: https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/encyclicals/documents/20260515-magnifica-humanitas.html
Als Broschüre kann man die Enzyklika auf www.dbk-shop vorbestellen.