Im Kino gewesen und wieder beschenkt worden!
Diesmal durch die finnisch-britische Literaturverfilmung DAS SOMMERBUCH
(2024). Basierend auf Tove Janssons beliebtem Roman erzählt Carlie McDowell in ruhigem Tonfall und einfühlsamen Bildern die Geschichte der neunjährigen Sophia, die in diesem Sommer mit einem tiefen Einschnitt in ihrem Leben umgehen muss, und ihrer Großmutter, die sich dem Ende ihres Lebens nähert. Gemeinsam mit Sophias Vater verbringen sie Zeit im Sommerhaus der Familie auf einer winzigen, unberührten Schäreninsel im Finnischen Meerbusen. Sie erkunden die Insel, sprechen über das Leben, die Natur, Gott und die Welt.
Ein Satz in dieser leisen 90-minütigen Filmmeditation ist für mich wie eine kleine Offenbarung! Großmutter sitzt mit nackten Füßen auf einem Felsen am Wasser und hat die Augen geschlossen. Man hört das Rauschen des Meeres. Sophia kommt dazu und fragt sie vorsichtig: „Großmutter, was machst Du?“. Sie antwortet: „ICH LAUSCHE.“ Sophia setzt sich hinter sie, schließt die Augen –
und versucht es: DAS LAUSCHEN. Wie das „geht“, kann man in diesem außergewöhnlichen Filmjuwel erfahren und „lernen“.
Vielleicht sollten wir „DAS LAUSCHEN“ in unsere Ferienkoffer packen und es wieder wagen, wo auch immer wir sind!