Enthauptung Johannes des Täufers
Der heutige Gedenktag lenkt den Blick auf die Ermordung Johannes des Täufers durch Herodes Antipas, den Tetrarchen von Galiläa. Das Gedenken wurde ursprünglich zur Erinnerung an die Weihe der Grabeskirche in Samaria-Sebaste gefeiert, wohin die Johannesjünger den Leichnam des Johannes gebracht haben sollen.
Seit Tagen und Wochen schwirrt der Gedanke daran in meinem Kopf.
Kopflos – war ein Gedanke, der mir spontan kam
(wenn das Geschehene nicht so ernst wäre).
Bis in unsere Tage hinein wird dieser grausame Akt
einer Bestrafung als Hinrichtung vollzogen.
Ob ein Urteil gerecht zustande gekommen ist,
bleibt dabei immer noch hingestellt.
Den Kopf zur Schau zu stellen –
Die Persönlichkeit, das Störende ist scheinbar
vernichtet, aus dem Weg geräumt.
In mir drängt sich der Gedanke auf:
„Wer ist hier eigentlich kopflos,
wer handelt kopflos – aus Angst
und Machtmißbrauch?“
Gedanken sind frei, können nicht so aus der
Welt geschaffen werden.
Die Botschaft Seines Tuns, der Lehre von Gott
kann nicht getötet werden.
Botschaft vom Leben, vom Guten, von Jesus.
Sie lebt weiter – in Menschen, die sie in ihr
Herz aufgenommen haben.