Du bist Petrus – der Fels – und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen.
Mt 16, 18
In diesem Evangelium zeigt Jesus, wie wir durch ihn ein neues Leben bekommen.
Dies wird an der Namensänderung deutlich. Jesus nennt Petrus zunächst bei seinem vollen Herkunftsnamen: Simon, Sohn des Jona. Auch unser Nachname bezeichnet erst einmal, wo wir herkommen, wer unser Vater ist. Dann bekommt Simon von Jesus einen neuen Namen. Dieser Name bezeichnet seine Zukunft, seinen Auftrag, seinen Ruf. Das wird nun seine neue Identität.
Man könnte erschrecken vor der Größe der Aufgabe. Aber wenn wir genau hinschauen, erkennen wir, dass es erst mal um seine Identität geht. Die Aufgabe hat Jesus. Er will die Kirche bauen.
Eine Aussage über die Identität ist z.B. auch: „Ich bin Vater“, oder „ich bin Mutter“, oder Oma oder Opa usw. Natürlich folgen z.B. aus dem Muttersein auch Aufgaben, aber die stehen nicht sofort im Vordergrund. Erst einmal ist es eine Identität. Und so ist es auch bei Petrus. Er ist der Fels.
Der Ruf Gottes in diese neue Gemeinschaft ist wichtiger als die Herkunft aus der Familie. Die Zukunft ist wichtiger als die Vergangenheit. Die Vergangenheit bindet uns nicht mehr. Wir dürfen das Große mit Jesus leben, was er für uns geplant hat.
Ja, wenn Jesus uns ruft, dann ist mehr möglich als das, was uns die Vergangenheit sagt, und wo uns falsches Denken blockiert. Es können ganz neue Gaben und Talente entfaltet werden. Und diese Zukunft steht uns in jedem Lebensalter offen.