Ghost Hug

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Datum:
So. 31. Mai 2026
Von:
Cornelia Schmidt

Manchmal glaube ich, dass es tatsächlich so etwas wie einen siebten Sinn gibt. Vielleicht ist es aber auch einfach Empathie — dieses feine Gespür dafür, wann ein Mensch gerade Nähe braucht, auch wenn er nichts sagt und vielleicht sogar gar nicht im selben Raum ist.

Heute lag ich krank im Bett, traurig darüber, dass ich nicht mit pilgern konnte. Und genau in diesem Augenblick kam eine Nachricht, von einer Freundin, die weder von meiner Absicht zu pilgern wusste, noch davon, dass ich krank zuhause bleiben musste:

„Guten Morgen, ich hoffe es geht Dir gut und ich schicke Dir einfach mal                                    einen ghost-hug 👻. Fühl Dich gedrückt und komm gut durch den Tag. 🌼🌞“

So kleine Worte können etwas Merkwürdiges: Sie ändern nicht die Situation — aber sie machen sie leichter. Für einen Moment fühlt man sich gesehen. Verbunden.

Vielleicht sind es genau diese stillen Gesten, die Menschen durch schwere Tage tragen. Keine großen Lösungen. Nur jemand, der im richtigen Augenblick spürt:
Heute braucht jemand einen „ghost-hug“