Am 25. Juni 1903 wurde in Motihari in British Indien der Schriftsteller George Orwell (bürgerlich: Eric Arhur Blair) geboren.
Seine beiden bekanntesten Werke sind die Parabel "Farm der Tiere" ("Animal Farm", 1944) und die Dystopie "1984" (1949). Gerade das letztgenannte Buch ist hochaktuell: Orwell zeichnet darin das Bild eines totalitären Überwachungsstaates und analysiert die Methoden, mit denen die Herrschenden ihre Macht sichern. Ein besonders perfides Werkzeug der Unterdrückung ist die Sprache: "Neusprech" dient nicht dazu, Erkenntnisse zu kommunizieren, sondern die Wahrheit systematisch zu verschleiern.
Wir leben heute in einer Welt, in der schamlos gelogen wird, gerade von den Mächtigen. Das als solches ist ncht neu. Neu erscheint jedoch, dass viele der Mächtigen heute nicht einmal mehr Angst haben, beim Lügen ertappt zu werden. Der Sinn dafür, dass es auf Wahrhaftigkeit ankommt, scheint bei immer mehr Menschen verloren zu gehen.
Selig, die das Recht bewahren,
die Gerechtigkeit üben zu jeder Zeit.
Psalm 106, Vers 3 (Antwortpsalm zur Tageslesung (Jahr I))