Wir stehen in Korinth vor der erhöhten Rednertribüne mit Richterstuhl – dem Bema.
Was mögen die Menschen im Jahr 51 n.Chr. wohl gedacht haben, als sie den Apostel Paulus, den sie als leidenschaftlichen und furchtlosen Redner erlebt hatten, hier vor dem Prokonsul Gallio stehen sahen. Ihm wurde vorgeworfen, das Volk zu illegaler Gottesverehrung zu verführen, was durchaus eine Inhaftierung nach sich ziehen konnte. In diesem Fall jedoch wies der Richter die Klage ab.
Und wir? Was denken wir nach fast 2000 Jahren, wenn wir in der Apostelgeschichte von Paulus hören?
Was für eine Freiheit – allein der Wahrheit verpflichtet.
Was für eine Unbeirrbarkeit – im Zeugnis für Jesus Christus.
Was für ein Feuereifer, um den Menschen das Beste weiterzugeben, was er selbst erfahren hat – die Liebe Gottes.
Wir wünschen uns nur ein bisschen von seinem Vertrauen auf die Worte des Herrn:
„Fürchte dich nicht!
Rede nur, schweige nicht!
Denn ich bin mit dir ...“
(Apg 18,9f.)