Der in diesem Sommer in die Kinos gekommene Odysseus-Film von Christopher Nolan hat mich ziemlich beeindruckt. Er zeigt, dass Odysseus Suche nach seiner Heimat auch heute noch spannende Fragen stellt. Hier ein paar meiner Fragen:
Der Krieg verändert das gesellschaftliche Klima, nicht nur in Troja, sondern auch auf Ithaka, nicht nur in der Ukraine und im Nahen Osten, sondern auch bei uns. Wird Heimat dadurch schwerer (wieder) zu finden?
Die Mannschaft des Odysseus folgt dem populistischen Ruf die Rinder des Sonnengottes zu schlachten und nicht seinem verantwortungsbewussten Rat zu Mäßigung und Verzicht. Wann und wo geht Vertrauen in Führung verloren?
Immer wieder drohen Odysseus und seine Mannschaft den Lockungen der Lotophagen, der Sirenen und Kalypsos folgend, die Heimat zu vergessen. Welchen Lockrufen gilt es heute zu widerstehen?