In jener Zeit
kam unter den Jüngern der Gedanke auf,
wer von ihnen der Größte sei.
Jesus sah den Gedanken in ihren Herzen.
Deshalb nahm er ein Kind,
stellte es neben sich
und sagte zu ihnen:
Wer dieses Kind in meinem Namen aufnimmt,
der nimmt mich auf;
und wer mich aufnimmt,
der nimmt den auf, der mich gesandt hat.
Denn wer unter euch allen der Kleinste ist,
der ist groß.
…….
Wer ist der Größte?
Seit Tagen liegt meine Bibel aufgeschlagen – mit dem Text des heutigen Evangeliums als Inspirationsquelle für den Tagesimpuls – auf dem Tisch. Aber ich komme nicht weit, weil ich immer wieder direkt am ersten Satz hängen bleibe.
Größer, höher, schneller, erster … das geht jetzt schon seit Jahrtausenden so und wir Menschen finden keinen Ausweg aus dieser Konkurrenz-Spirale.
Doch seit jetzt auch schon zweitausend Jahren wissen wir eigentlich, wie es gehen könnte.
Jesus stellt ein Kind an seine Seite und fordert die Jünger auf, im Kind den Mitmenschen so anzunehmen, wie er ist.
Begegnung auf Augenhöhe
Unterschiede wahrnehmen, diese aber nicht bewerten
liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst
So einfach und doch immer wieder so herausfordernd.
© Beata Steffens-Tölke