Do ut des

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Datum:
Di. 18. Aug. 2026
Von:
Martina Wirtz

Mich irritiert das Bild von Jesus, das Mathäus im heutigen Tagesevangelium zeichnet.

Die Jünger fragen Jesus, was sie denn bekommen werden dafür, dass sie so viel aufgegeben haben gemäß dem antiken do-ut-des-Prinzips im Verhältnis zu den damaligen Göttern: Es wurde geopfert, um eine Gegengabe zu erhalten, die man ohne das Opfer nicht erwarten kann. Speziell hier: eine Belohnung im Jenseits. Jesus wird dargestellt als jemand, der sich auf diesen Deal einlässt und ihnen Macht und Entschädigung im Himmel verspricht. Das widerspricht dem, was Jesus uns von Gott erzählt: Ein Gott wie ein Vater, der weit entfernt ist, in so einen Handel einzuwilligen.

Handeln wir so, dass wir von Gott Gegenleistung erwarten für unsere "guten Taten"? Oder macht es uns glücklich zu wissen, dass wir versucht haben, im Sinne Gottes zu leben?