Dem unbekannten Gott

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Datum:
Mi. 13. Mai 2026
Von:
Peter Wirtz

 

                                                                Apostelgeschichte 17,23

Ich preise Dich, Du unbekannter Gott,
der sich seit je den Lebenden verbirgt,
der schweigend seine großen Wunder wirkt,
entzogen aller Neugier, jedem Spott.
Der Du verborgen Deine Kreise ziehst,
ersichtlich bloß in Deinem Werk Natur,
hier zeigt sich der verborg’nen Wahrheit Spur,
wenn sich die große Kraft ins Sein ergießt.
Wie oft schon haben Menschen sich bemüht,
Dein Bild zu zeichnen: Blitz und Stier und Schwan,
ein Busch, der brennt, der Feuersäule Bahn.
Wie rührend, wie die Phantasie erblüht.
     Doch findet sich Dein tiefster Sinn
     nur in dem einen Wort: „Ich bin“.