Im Urlaub in Mexiko ist mir eine Anekdote eingefallen, die man sich hier auf dem Land sehr gut vorstellen kann und die mir vor Jahren ein spanischer Priester erzählt hat: In einer ländlichen Region fährt ein LKW-Fahrer auf der Landstraße und sieht plötzlich am Straßenrand einen Mann mit einem Koffer stehen, der per Anhalter mitgenommen werden möchte. Der LKW-Fahrer hält an, öffnet ihm die Türe und lässt ihn neben sich Platz nehmen. Man kommt ins Gespräch und der Fremde fragt den LKW-Fahrer.: „Wie halten Sie das aus? Stundenlang alleine ohne Gesprächspartner im LKW fahren?“
Der Fahrer antwortet: wissen Sie, ich fahre eigentlich nie alleine. Gott ist immer bei mir; mit ihm spreche ich, wenn ich mich einsam fühle oder über die Dinge, die mir durch den Kopf gehen, meine Sorgen, meine Probleme, meine Anliegen, aber auch meine Freuden, meine Ängste, meine Sorgen, Freunde, Verwandte, alles! Deshalb fahre ich eigentlich nie alleine. Nach kurzer Pause ruft der Anhalter: halten Sie an, halten Sie an und lassen Sie mich aussteigen. Der LKW-Fahrer senkt die Geschwindigkeit und hält an und fragt, hab ich etwas falsches gesagt, habe ich sie verärgert? Der Anhalter antwortet ihm mit Tränen im Gesicht. Nein, ich bin der Pfarrer aus dem Dorf, durch das wir eben gefahren sind, und ich wollte mich aus dem Staub machen…..
Manchmal sagen wir Dinge, die beim anderen etwas Schlimmes auslösen können, aber meist auch etwas Gutes!
Wunderbar, wenn wir solch einen Umgang mit Gott haben, wie der LKW- Fahrer. Dann können auch wir ohne Menschenfurcht und Aggression über Gott und unsere Liebesbeziehung zu ihm reden und es wird meistens gut!